Beate Hilker - Alles hat seine Zeit

Leseprobe

Leseprobe:

 

Ich möchte kurz eine Einleitung geben, für den Weg zur Diagnose und das Leben danach. Denn  Ungewöhnlich ist es vielleicht für manche das Wort Positiv  in Verbindung mit Parkinson. Welche Krankheit ist  positiv – normalerweise keine. Und ich sage doch, wenn der Leidensweg so extrem und lange war wie bei mir, ist die Diagnose ein Geschenk. Ich kann, dank der heutigen Medizin, wieder leben. Den Zeitpunkt als der Parkinson sich  bemerkbar machte, kann ich rückwirkend, auf fünfzehn Jahre  schätzen. Er kam nicht plötzlich mit einem Paukenschlag, nein es waren Symptome die man aus der

Warum möchte ich die Geschichte meines Parkinsons erzählen Es könntSituation heraus, als normal empfand. .....................e ein großes Raunen durch den Raum gehen, nicht schon wieder so ein Buch. Wir, die an Parkinson erkranken, wissen doch wie schlimm und  furchtbar er ist.  Ein böser Parasit der sich ohne zu fragen eingenistet hat und der Gedanke daran machen krank.An diesem Punkt sage ich STOPP!  Ich möchte die Geschichte meines Positiven Parkinson erzählen. Dieses Wort „Positiv“ hat zwei Bedeutungen. Die erste war die Diagnose – Positiv – Parkinson. Die zweite, ich bin froh dass es die Erste gibt. Unlogisch, verstehe ich aber das große Fragezeichen was seit Jahren über mir schwebte, verschwand und es wurde ein Wort daraus. Ich hätte  es nie für möglich gehalten, dass das Parkinson so ein aktives Dasein hat. Ich konnte mein Körper nicht verstehen und dachte immer „Mein Gott, bin ich nervös“.  Nachdem ich die Diagnose bekam ging mein Herz auf und ich konnte wieder lachen und mich freuen. Jetzt wusste ich mein Verhalten einzuordnen, diese ständige Müdigkeit, das Zittern, die verkrampften Hände un immer so weiter -Leseprobe ENDE :)

 

Hallo, ich habe mal eine Frage, möchte jemand wissen wie der Parkinson anfängt? Überraschung!! Ich auch.

Meiner Meinung nach können es uns nur die Ärzte sagen, vor allem wenn man einen hat, der sich die Zeit nimmt, einen über Tremor und Rigor – und was es da noch alles gibt – aufzuklären. Es ist gut, dass es sie gibt, die Neurologen, die sich mit so einem Krankheitsbild beschäftigen. Sind wir doch mal ehrlich: der Weg bis zur Diagnose ist sehr anstrengend, ich gehe sogar soweit und sage, „Eine Quälerei!“ Die Ausmaße sind bei jedem unterschiedlich, mal links, mal rechts oder im ganzen Körper. A B E R es kommt immer das gleiche Resultat  MORBUS PARKINSON.Parkinson macht keinen gesellschaftlichen Unterschied: ob Mann oder Frau, arm oder reich, jung oder alt … Wo kannst Du Dich einreihen?

Ich stelle mich jetzt erst mal vor. Ich bin eine Frau und, wie es so schön heißt, ich stehe in der Blüte meines Lebens. Bin 48 Jahre alt und die Diagnose bekam ich vor etwas mehr als einem Jahr. Bin seit über zwanzig Jahren verheiratet und, o Wunder, mein Mann ist wirklich noch bei mir und, Überraschung, wir sind sogar, ich würde sagen, wieder glücklicher. Das können leider nicht alle Betroffenen von sich behaupten, dass der Partner das kann, zu dritt leben. Nachdem wir, die Parkinsonkranken, nach der Diagnose gerne ein Ratespiel veranstalten, sind wir auch nicht schlauer. Warum ich? Ich habe doch niemandem etwas getan! Ist es ein Gen-Defekt? Wurde es mir vererbt und von wem?...................................Leseprobe ENDE :) 

 

 

Hrsg. DLS THOMAS GLORIUS, Kirchhain

 

 

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